Europas höchster aktiver Vulkan: eine halbe Million Jahre Eruptionen, ein Mythos für jeden Krater, und Schnee neben Feuer. Die Sizilianer nennen ihn schlicht «a Muntagna» — den Berg.
Rund 3.350 Meter — die Höhe ändert sich mit jeder Eruption — und 45 Kilometer Durchmesser: Der Ätna ist kein Berg in Sizilien, er ist ein Stück Sizilien. Er entstand vor einer halben Million Jahren unter Wasser, im Golf, der heute die Ebene von Catania ist, und hat seitdem nie aufgehört, sich auf- und abzubauen. Seit 2013 UNESCO-Welterbe, ist er einer der aktivsten und meistuntersuchten Vulkane der Erde, mit vier Gipfelkratern und Hunderten von Seitenkegeln. An seinen Flanken wachsen Weinberge, Wälder und Dörfer: Hier ist der Vulkan keine Bedrohung, sondern ein Nachbar.
Für die Griechen lag unter dem Berg Typhon, das hundertköpfige Ungeheuer, das Zeus mit der ganzen Insel erdrückte: Wenn er sich umdreht, bebt die Erde; wenn er atmet, raucht der Krater. In seinen Tiefen schmiedete Hephaistos, der Schmiedegott, mit Hilfe der Zyklopen die Blitze des Zeus. Und hier soll sich der Philosoph Empedokles — der auf dem Vulkan ein Observatorium errichtet hatte — in den Krater gestürzt haben, um seine göttliche Natur zu beweisen: Der Berg, so heißt es, gab nur eine bronzene Sandale zurück. Jedes Zeitalter hat den Ätna erzählt; keines hat aufgehört, ihn anzuschauen.
Der Ätna schließt nie: Diese Webcams zeigen ihn genau jetzt. Wenn der Krater heute Nacht aufleuchtet, ist die morgige Tour Ihre Geschichte.
Ein halber Tag an den Kratern, ein ganzer Tag mit den Alcantara-Schluchten oder die Weintour: Den Berg kann man auf viele Arten besuchen — und Ihr Fahrer kennt sie alle.
Bring mich auf den Ätna